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Zwei Sommer – eine Karte. Unter diesem Motto startet am Sonntag, den 4. Oktober 2026 der Vorverkauf der Dauerkarten für die Landesgartenschau in Neustadt an der Weinstraße. Mit dem Ticket wird man nicht nur unbeschränkten Eintritt zur Landesgartenschau 2028 haben, sondern auch das "Vorblühen" auf der Dr. Welsch-Terrasse ab April 2027 erleben können. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm im Rahmen des Neustadter Erlebnissonntags informiert über die Landesgartenschau und macht Lust auf zwei besondere Veranstaltungsjahre.
Am 4.10. ab 11 Uhr steht die Winzerdorfbühne auf dem Bahnhofsvorplatz ganz im Zeichen der LGS28:
- LGS-Veranstaltungsleiterin Rebecca Siemoneit-Barum gibt einen Ausblick auf die Highlights der beiden Veranstaltungsjahre und stellt das Programm für das "Vorblühen" in 2027 sowie für das Gartenschaujahr 2028 vor. Für die musikalischen Vibes sorgt Schlagersängerin Sabrina Westwind.
- Um 13 Uhr geht das LGS-Bühnenprogramm auf dem Marktplatz mit Musik, Infos und Gesprächen mit lokalen Prominenten weiter.
- Zum Abschluss rockt ab 15 Uhr die Band „Woifeschdkänisch“ die Bühne.
Wo kann man die Dauerkarten kaufen?
Wer sich seine Dauerkarte direkt zum Start des Vorverkaufs sichern möchte, kann dies am 4. Oktober an zwei Vorverkaufsstellen tun: Die Tourist-Information am Hetzelplatz ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet, eine weitere Vorverkaufsstelle im Rathaus steht von 13 bis 18 Uhr zur Verfügung. Ab dem 5. Oktober sind die Dauerkarten weiterhin bei der Tourist-Information zu den regulären Öffnungszeiten sowie online über den LGS-Ticketshop erhältlich. Da die Dauerkarte nur in Verbindung mit einem Lichtbildausweis gültig ist, muss ein entsprechendes Dokument beim Kauf vorgelegt werden.
Was kosten die Dauerkarten?
Für Schnellentschlossene gibt es im Vorverkauf bis Weihnachten 2026 Tickets zum Frühbucherpreis von 130 Euro. Regulär wird die Dauerkarte 165 Euro kosten.
Das Besondere: Mit der Dauerkarte lässt sich nicht nur die "große" Landesgartenschau 2028 mit rund 2.000 Veranstaltungen auf dem 30 Hektar großen, neugestalteten Gelände erleben. Auch der Eintritt zum "Vorblühen" auf der Dr. Welsch-Terrasse vom 15. April bis 17. Oktober 2027 ist bereits inklusive.
Eine ermäßigte Dauerkarte kostet 100 Euro. Berechtigt sind Schüler*innen und Studierende bis einschließlich 25 Jahren; Menschen mit Behinderung ab GdB 50%, (bei Merkzeichen B ist eine Begleitperson frei); Freiwilligendienstleistende (FSJ, FÖJ, BFD und IJFD); Empfänger von Bürgergeld, Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II), Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (SGB XII), Hilfe zum Lebensunterhalt, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) über 25 Jahre, jeweils mit Vorlage eines gültigen Nachweises. Wer ausschließlich das "Vorblühen" auf der Dr. Welsch-Terrasse besuchen möchte, kann eine entsprechende Dauerkarte für 50 Euro erwerben.
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren haben freien Eintritt. Für unbeschwerten Sommerspaß ohne Wartezeiten an den Eingängen empfiehlt sich die personalisierte Dauerkarte für eine geringe Gebühr von 5 Euro.
Foto: © Jochen Heim / LGS28
Die feierliche Einweihung ihrer neuen Geschäftsstelle am heutigen Mittwoch markiert für die Landesgartenschau Neustadt an der Weinstraße einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Gartenschaujahr. In der Roßlaufstraße 20 entstand ein inspirierender Arbeits- und Begegnungsort und zugleich ein Umbauprojekt, das beispielhaft zeigt, wie nachhaltiges Bauen im Bestand gelingen kann.
„Das Gebäude der neuen Geschäftsstelle zeigt, wie nachhaltiges Bauen im Bestand funktionieren kann und ist ein echtes Vorzeigeprojekt. Landesgartenschauen verändern Städte dauerhaft, schaffen Infrastruktur und stärken den Tourismus. Das haben die Landesgartenschauen in Kaiserslautern, Trier, Bingen und Landau gezeigt. Und dies zeichnet sich auch für Neustadt an der Weinstraße ab. Die gestiegenen Baukosten und zusätzliche Anforderungen im Deponierecht haben das Projekt vor echte Herausforderungen gestellt. Damit die Landesgartenschau ihr volles Potential entfalten kann, haben wir daher die Förderung noch einmal auf 23,1 Millionen Euro erhöht. Eine Investition, die sich lohnt, weil sie weit über die Gartenschau hinauswirkt. Ich freue mich darauf, wenn 2028 die Bürgerinnen und Bürger das Gelände entdecken und genießen können“, sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder bei der heutigen Einweihung mit zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und den beteiligten Planungs- und Handwerksbetrieben.
Die neue Geschäftsstelle entstand durch den Umbau einer ehemaligen Gewerbehalle direkt am künftigen Landesgartenschaugelände. Das Gebäude wurde konsequent nach den Prinzipien der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft (Cradle-to-Cradle) entwickelt – einem zentralen Leitgedanken der Landesgartenschau. Herzstück des Konzepts sind modulare Holzeinbauten in Holzrahmenbauweise, die ressourcenschonend gefertigt, flexibel nutzbar und später vollständig rückbaubar sind. Zudem wurde mit ökologischen Baustoffen wie Hanfkalkstein und Lehm gearbeitet. Der Entwurf für die modularen Holzeinbauten stammt aus einem Wettbewerb, der im Rahmen eines Masterprojektes an der RPTU Kaiserslautern ausgelobt worden war und vom Büro Richter Treitz architekten umgesetzt wurde.
„Die Geschäftsstelle der Landesgartenschau zeigt eindrucksvoll, wie kreislaufeffiziente Rohstoffe in zukunftsweisenden Bauprojekten eingesetzt werden können. Sie verbindet innovative Bauweise mit verantwortungsvollem Ressourceneinsatz und setzt damit ein starkes Zeichen für nachhaltiges Bauen“, sagte Christine Schneider, Ministerin für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten (MLWUF). Das „Klimabündnis Bauen RLP“ hat mit Landesmitteln des MLWUF den Bau der Holzmodule als Beitrag zum Wissenstransfer und Leuchtturmprojekt mit 200.000 EUR gefördert.
Nachhaltigkeit konsequent umgesetzt
Auch die technische Ausstattung folgt konsequent dem Nachhaltigkeitsgedanken. Eine Wärmepumpe, die vorhandene Photovoltaikanlage sowie begrünte Fassaden sorgen für eine ressourcenschonende Energieversorgung und ein angenehmes Raumklima.
„Mit der Geschäftsstelle am Speyerbach haben wir nicht nur einen Arbeitsort für unser Team geschaffen, sondern auch ein sichtbares Beispiel dafür, wie die Bauwende gelingen kann“, sagte Geschäftsführerin Anne Pieper bei der Einweihung. „Mit dem Umzug in unmittelbare Nähe zum Landesgartenschaugelände haben wir immer im Blick, was uns antreibt.“
Veranstaltungs- und Begegnungsort für Bürger*innen und Partner
Von dem neuen Gebäude aus werden die Vorbereitungen für das Großereignis im Jahr 2028 koordiniert. Gleichzeitig wird die Geschäftsstelle als Veranstaltungs- und Begegnungsort vieler Gartenschau-Events den Bürgerinnen und Bürgern sowie Partnern auch schon vor 2028 offenstehen.
Im Rahmen der Einweihung erhielten die Gäste Einblicke in den aktuellen Stand der Arbeiten auf dem Landesgartenschaugelände und in die langfristigen Perspektiven des Areals. Die neue Geschäftsstelle steht dabei exemplarisch für den eingeläuteten Wandel. „Vor weniger als einem Jahr haben wir den Start des Umbaus gefeiert. Heute können wir zeigen, dass aus einer ungenutzten Halle ein lebendiger Ort für Ideen, Zusammenarbeit und Zukunftsgestaltung entstanden ist“, so Oberbürgermeister Marc Weigel. „Die neue Geschäftsstelle ist ein wichtiger Baustein für die Landesgartenschau 2028 – und weit darüber hinaus.“
Mit dem heutigen Richtfest des Sportpavillons auf dem Gelände der Landesgartenschau ist ein weiterer Meilenstein für die Entwicklung des neuen Sportparks erreicht worden. Der Pavillon nimmt als einer von zwei Neubauten auf dem Landesgartenschaugelände eine besondere Stellung ein und gilt als herausragendes Beispiel für nachhaltiges Bauen nach den Cradle-to-Cradle-Prinzipien (C2C).
„Der Sportpavillon ist ein weiteres Leuchtturmprojekt der Landesgartenschau und zeigt eindrucksvoll, wie sich nachhaltiges Bauen, moderne Architektur und eine zukunftsorientierte Sportinfrastruktur miteinander verbinden lassen“, betonte Marcus Klein, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, beim Richtfest.
Markanter Orientierungs- und Treffpunkt
Inmitten des neuen Sportparks angeordnet, öffnet sich das Gebäude wie ein Kleeblatt in drei Richtungen. Der Sportpavillon wird damit nicht nur eine Funktion als Sportgebäude haben, sondern auch ein markanter Orientierungs- und Treffpunkt im Park werden. Neben Funktionsräumen entsteht zudem ein multifunktionaler, zur Sportlandschaft hin offener Bereich für Besprechungen und Begegnungen.
Kreislauffähige Baumaterialien
Bei den eingesetzten Materialien wird konsequent auf Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit geachtet. Der Pavillon entsteht als Holzmassivbau mit einer Fassade aus Fichtenholzbrettern, die mit einer ökologischen Leinöl-Lasur behandelt werden. Die Fassadenelemente aus Profilglas bestehen aus Gussglas mit einem Recyclinganteil von mehr als 50 Prozent. Nach Ende ihrer Nutzungsdauer können sie vollständig in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden. Die Konstruktion kommt ohne Kleber oder Dichtstoffe aus, wodurch die Bauteile einfach demontiert und wiederverwendet werden können. Die Bodenplatte ist auf Schaumglasschotter gegründet, der aus Recyclingglas hergestellt ist und als Unterbodendämmung dient. Die flexible Bauweise ermöglicht zudem eine spätere Umnutzung des Gebäudes.
Verzicht auf fossile Brennstoffe
Der Sportpavillon verzichtet vollständig auf fossile Brennstoffe. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, ergänzt durch eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung. Eine rund 100 Quadratmeter große Photovoltaikanlage liefert erneuerbaren Strom für den Gebäudebetrieb. Anwesenheitsgesteuerte LED-Beleuchtung sorgt zusätzlich für einen energieeffizienten Betrieb.
Das Raumprogramm umfasst zwei Mannschaftsumkleiden mit jeweils zugehörigen Sanitärbereichen, eine barrierefreie Schiedsrichterumkleide mit integriertem Erste-Hilfe-Raum sowie einen weiteren barrierefreie Umkleide- und Sanitärbereich. Darüber hinaus entstehen öffentliche Toiletten, ein Platzwartraum, Technikräume, ein Besprechungsraum sowie ein Raum für Pflegegeräte. In die Außenfassade werden zusätzliche Verstaumöglichkeiten für Sportgeräte und Sitzgelegenheiten integriert.
Grundlage für die Planung war ein Realisierungswettbewerb, an dem sich 17 Architekturteams beteiligten. Als Sieger ging das Hamburger Architekturbüro Studio Behnecke hervor, das seitdem mit der Umsetzung des Projekts betraut ist.
Die Fertigstellung des Sportpavillons ist für Ende des Jahres 2026 vorgesehen. Während der Landesgartenschau wird das Gebäude im Rahmen der Sportveranstaltungen genutzt.
Die Panoramabar auf dem Gelände der Landesgartenschau Neustadt an der Weinstraße wird künftig nicht nur den höchsten Aussichtspunkt des Areals markieren, sondern setzt bereits heute Maßstäbe für nachhaltiges Bauen. Für das Gebäude kommt erstmals in Deutschland ein neu entwickelter Beton zum Einsatz, dessen Herstellung rund 35 Prozent weniger CO₂ verursacht als herkömmliche Betonmischungen. Der Rohbau der Panoramabar ist inzwischen ablesbar – Grund für einen Werkstattbericht.
Auf dem Gipfel des ehemaligen Deponiehügels entsteht derzeit ein flexibel nutzbares Gebäude. Besucherinnen und Besucher werden dort künftig einen beeindruckenden Rundumblick über den Pfälzerwald und die Rheinebene genießen und zugleich die besondere Atmosphäre des Standorts erleben können.
Der Bau der Panoramabar ist aber nicht nur wegen der besonderen Lage ein Leuchtturmprojekt: Beim Bau wurde erstmals ein Beton in einer neuen Zusammensetzung verwendet, bei dessen Herstellung rund 35 Prozent weniger CO2 freigesetzt wird. Entwickelt wurde der neue Beton als Kooperation der Universität der Bundeswehr München und des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik.
„Einer der Hauptbestandteile von Beton ist Zement, dessen Herstellung heute für rund sieben Prozent der weltweiten anthropogenen CO₂-Emissionen verantwortlich ist“, erläutert Matthias Maier vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik. „Bei der Panoramabar kommt dagegen ein Beton zum Einsatz, bei dem ein Teil des Zements durch calcinierte Tone ersetzt wurde.“
„Tone sind als natürlicher Rohstoff in Rheinland-Pfalz reichlich vorhanden“, erklärt Nancy Beuntner von der Universität der Bundeswehr München. „Mit dem für die Panoramabar verwendeten Beton wird erstmals in Deutschland ein Bindemittel eingesetzt, das nur noch zu 50 Prozent aus emissionsintensivem Klinker besteht und stattdessen regionalen Ton sowie Kalksteinmehl nutzt.“
Die verwendeten Tone stammen von dem im Westerwald ansässigen Werk Goerg & Schneider GmbH & Co KG. Der neue Baustoff hat sämtliche Prüfungen hinsichtlich Festigkeit und Witterungsbeständigkeit erfolgreich bestanden. Da die verwendete Zusammensetzung bislang nicht durch bestehende Normen abgedeckt wird, wurde für das Projekt eine Zulassung im Einzelfall erteilt.
„Das Leitprinzip der Landesgartenschau 2028 ist Cradle to Cradle – also eine konsequent nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Die Panoramabar zeigt, dass wir ganz besonders bei den beiden Neubauten auf dem Gelände auf maximale Nachhaltigkeit setzen“, sagte Baudezernent Bernhard Adams bei der Rohbaubegehung.
LGS-Geschäftsführerin Anne Pieper ergänzte: „Unsere Landesgartenschau soll ein Ort sein, an dem Ideen für das Bauen von Morgen sichtbar werden. Mit der Panoramabar realisieren wir ein Bauprojekt, das neue Wege für klimafreundliches Bauen aufzeigt und wichtige Impulse setzt.“
Beton zählt aufgrund seiner Vielseitigkeit, Stabilität, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit zu den weltweit meistgenutzten Baustoffen. Gleichzeitig steht die Zement- und Betonindustrie vor der Herausforderung, ihre Emissionen im Einklang mit den Klimazielen drastisch zu reduzieren. Projekte wie die Panoramabar leisten dazu einen wichtigen Beitrag und zeigen, wie innovative Baustoffe den Weg zu einer klimaneutralen Bauwirtschaft ebnen können.
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