Cradle-To-Cradle (C2C)

Pionier in Sachen Kreislaufwirtschaft

Die Landesgartenschau 2028 in Neustadt an der Weinstraße ist die erste C2C-inspirierte Landesgartenschau Deutschlands. Der entstehende, 30 Hektar große Landschaftspark wird zum Reallabor für innovative C2C-Projekte, viele davon in Zusammenarbeit mit Forschung, Studierenden sowie regionalem Baugewerbe und Handwerk. Gemeinsam erproben wir, wie Bestehendes intelligent weiterentwickelt, Ressourcen neu gedacht und aus ökologischen wie räumlichen Herausforderungen neue Qualitäten für Mensch, Natur und Stadt geschaffen werden können – weit über das Gartenschaujahr hinaus.

C2C

Cradle-to-Cradle bedeutet: nicht nur weniger schlecht, sondern einfach gut. C2C denkt Materialien, Gebäude und Landschaften von Anfang an in Kreisläufen.

Gesunde Materialien werden so eingesetzt, dass sie langfristig ihren Wert behalten und immer wieder genutzt werden können. Gleichzeitig geht es darum, positive Wirkung zu schaffen – für Mensch, Natur und Umwelt.

Urban Mining

Vorhandenes Material erhält neues Leben: Im Gelände existiert bereits heute ein wertvoller Materialschatz: Beton, Stahl, Pflastersteine und Holz werden nicht entsorgt, sondern sorgfältig aufbereitet und an anderer Stelle wieder eingebaut. So entstehen Trockenmauern, Sitzgelegenheiten, Spiellandschaften oder Böschungen – und gleichzeitig bleibt die Geschichte des Ortes sichtbar.

WIR DENKEN KREISLÄUFE NEU.
DIE NATUR MACHT'S UNS VOR.

Unsere Prinzipien

Unser Ziel ist es, bei der Anlage des Landschaftsparks so wenig Müll wie möglich zu produzieren, sondern alle Materialien im Gelände zu belassen. Wo es geht, werden Abbruchmaterialien aufbereitet und erhalten eine neue Nutzung: Als Treppenstufen, Stützmauern oder Sitzmöglichkeiten.

Materialien bleiben im Kreislauf.

Abbruchmaterialien werden zu Treppen, Mauern oder Sitzgelegenheiten.

Was von hier kommt, bleibt hier.

Regionale Materialien und Bodenaushub werden direkt vor Ort weiterverwendet. Das spart Transportwege und CO2.

An morgen denken. Von Anfang an.

Statt temporärer Einmal-Lösungen entstehen langlebige, kreislauffähige Strukturen, deren Nutzung auch nach der Landesgartenschau mitgedacht wird.

Gesunde Materialien einsetzen.

Neue Materialien werden bewusst ausgewählt mit Blick auf Gesundheit, Herkunft, Wiederverwendbarkeit und ihre Eignung für biologische oder technische Kreisläufe.

Mehrwert statt weniger Schaden.

C2C will Ressourcenverbrauch und negative Auswirkungen nicht nur reduzieren. Ziel sind Lösungen, die aktiv neue Qualität und Mehrwert für Mensch und Umwelt schaffen.

C2C in Aktion

Die LGS-Geschäftsstelle

Aus einer ehemaligen Industriehalle wird ein flexibler Treffpunkt für heute und morgen. Statt neu zu bauen, wurde der Bestand erhalten und durch modulare Holzeinbauten ergänzt. Rückbaubare Konstruktionen, begrünte Fassaden, Wärmepumpe und Photovoltaik zeigen, wie ressourcenschonendes Bauen im Bestand funktionieren kann.

Gleichzeitig bleibt das Gebäude flexibel: Die Einbauten können verändert, anders genutzt oder später an anderer Stelle wiederverwendet werden. So wird das Gebäude zu einem Vorzeigeprojekt der Bauwende.

Die Panoramabar & Naturtribüne

Für die Panoramabar kommt erstmals in Deutschland ein neuartiger, CO₂-reduzierter Beton mit calciniertem Ton zum Einsatz. Bei der Herstellung entstehen rund 35 % weniger CO₂ als bei  herkömmlichem Beton.

Direkt dahinter befindet sich die die terrassenförmige Naturtribüne: Second-Life-Materialien aus dem Gelände werden sichtbar weitergenutzt und erinnern zugleich an die traditionellen Weinbergterrassen der Region. So erhält Neustadt dauerhaft einen neuen Aufenthalts- und Begegnungsort mit weitem Blick über Landschaftspark und Rheinebene.

Der Sportpark

Im Sportpark erhalten vorhandene Materialien neue Aufgaben: Ehemalige Beton-Brückenelemente werden zu Sitzgelegenheiten, Naturmaterialien aus dem Gelände finden in der Spiellandschaft eine neue Verwendung. Auch der Sportpavillon folgt dem Kreislaufgedanken: Der Holzmassivbau nutzt erneuerbare Energien und kann später rückgebaut werden. So entsteht über die Gartenschau hinaus ein vielseitiger Ort für Bewegung, Begegnung und gemeinschaftliche Nutzung.

Mehr Raum für den Speyerbach

Mit der Renaturierung wird der Speyerbach als bestehende natürliche Struktur gezielt gestärkt. Der Bach erhält mehr Raum und natürliche Dynamik zurück, während neue Lebensräume die Artenvielfalt fördern. So entsteht ein ökologischer Mehrwert, der den Landschaftspark zugleich widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels macht. Auch Holz aus dem Gelände erhält dabei eine neue Funktion: Als gezielt eingebrachte Holzstrukturen beeinflusst es die Strömung, reduziert Erosion und schafft neue Lebensräume für Fische und andere Wasserorganismen.

Sitzgelegenheiten in der Parkmitte

Durch die Wiederverwendung von Betonresten aus der Anlage entstehen Sitzgelegenheiten für Besucherinnen und Besucher, Bei uns erleben die Materialien nicht, wie üblich, das Ende ihres Lebenszyklus als Abfall, sondern erfahren einen neuen Nutzen im nachhaltigen Design.

Die Sitzmöglichkeiten sind für die Parkmitte am Ufer des Speyerbachs geplant, um Besuchern eine Erholungszone auf dem Weg zum Panoramaberg und den Ausstellungsräumen zu bieten.

Entdecke die C2C-Roadmap