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Erster Meilenstein geschafft: Das Atelier Loidl überzeugt beim »Realisierungswettbewerb Landesgartenschau 2027«

8. Dezember 2022 · Allgemein

Das Planungsbüro Atelier Loidl aus Berlin ist der Sieger des landschaftsarchitektonischen Wettbewerbs zur Gestaltung des Landesgartenschaugeländes in Neustadt an der Weinstraße. Ziel des Wettbewerbs war es, ein nachhaltiges Konzept für ein ökologisch und sozial integriertes Naherholungsgebiet zu erstellen, das einen sinnstiftenden und nachhaltigen Mehrwert für die Stadt mit sich bringt. Oberbürgermeister Marc Weigel hat den Gewinner Anfang Dezember 2022 im Saalbau bekanntgegeben.

Die Stadt Neustadt an der Weinstraße ist Ausrichterin der Landesgartenschau im Jahr 2027. Das Landesgartenschaugelände liegt im Nordosten der Stadt. Es bietet die Chance, einen parkartigen Grünzug mit unterschiedlichen Nutzungen zu gestalten, der künftig als »Sprung ins Grüne« von der Altstadt bis in die freie Landschaft führen wird. Gegenstand des landschaftsarchitektonischen Wettbewerbs war somit, die freiraumplanerische Gestaltung des circa 23 Hektar großen Wettbewerbsgebiets als dauerhafter Landschaftspark. Eine hohe Nutzungs- und Aufenthaltsqualität sowie eine nachhaltige ökologische Aufwertung der vorhandenen Naturräume sollte bei der Konzeptionierung berücksichtigt werden. In der Gestaltung waren die Planungsbüros frei. Freiräume konnten erhalten bleiben oder aufgewertet werden. Auch eine komplette Neuausrichtung in Bezug auf Ökologie und Nutzung war möglich. Die Gestaltung, beispielsweise von Schaugärten oder Veranstaltungsflächen war nicht Teil des Wettbewerbs.

Neben der Gestaltung des Landschaftsraums sollte auch die Aufwertung des Sozialraums im Konzept berücksichtigt werden. Denn nicht zuletzt wird die Landesgartenschau 2027 einen wesentlichen Beitrag zur sozialen Stadtentwicklung leisten: Barrieren im Stadtgebiet werden verschwinden, neue Verbindungen und kurze Wege für Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrende entstehen. Die angrenzenden Stadtteile Branchweiler und Böbig, beide ehemals, beziehungsweise aktuell im Programm »Soziale Stadt«, erhalten in der Dauernutzung des Geländes dringend benötigte Freiräume mit Sport- und Freizeitangeboten.

Insgesamt 20 Landschaftsarchitekturbüros haben sich beworben, von denen final 15 Büros ihre Ideen zur Gestaltung des Geländes eingereicht haben. Am Wettbewerb teilnehmen konnten Landschaftsarchitekten oder Stadtplaner in Teams, beziehungsweise Arbeitsgemeinschaften mit Landschaftsarchitekten. Das für den Wettbewerb als Planungsgrundlage vorgegebene Budget (=Baukostenvorgabe) betrug 12.800.000 € (brutto). Von Anfang an war klar, die beste Idee soll gewinnen. Daher wurden die eingereichten Konzepte, Pläne und Skizzen in einem anonymen Verfahren vom Preisgericht ohne Beteiligung der Planungsbüros gesichtet und bewertet.

Der Entwurf des Planungsbüros Atelier Loidl überzeugte die Jury durch eine sehr starke und überzeugende Grundstruktur und Gesamtordnung für den Park: Dichte Auenwälder bilden wohlproportionierte Freiflächen und Raumabfolgen. Besonders gut gelungen sind die räumlichen Verbindungen zwischen den verschieden Landschaftsräumen durch ein klug ausgebildetes Wegenetz. Die Hügelkuppe wird mit einer Art »Naturtribüne« als gebautem Landschaftselement überhöht, die einerseits den Blick nach Neustadt in Szene setzt, andererseits einem kleinen Café Platz bieten soll. Als weitere wichtige Qualitäten des Konzepts hob die Jury das kreislauforientierte Materialkonzept und die konsequente Umsetzung des Prinzips “Cradle to Cradle” hervor. Daher empfiehlt das Preisgericht das Konzept des Büros Atelier Loidl nun – vorbehaltlich des Ergebnisses des nachfolgenden Verhandlungsverfahrens – mit den weiteren Planungen zu beauftragen. Das Preisgeld ist mit 55.000 Euro dotiert.

Einen Einblick in die Entwürfe erhalten Sie hier:

Weitere Preisträgerinnen und Preisträger sind:
2. Preis relais Landschaftsarchitekten, Berlin
3. Preis Franz Reschke Landschaftsarchitektur, Berlin
4. Preis HUTTERREIMANN Landschaftsarchitektur, Berlin


„Ich bin von der Kraft, die vom Gewinner-Entwurf ausgeht, überzeugt“, so Oberbürgermeister Marc Weigel. „Die Landesgartenschau wird der Stadt einen Schub geben und die Stadt enorm weiterentwickeln“, fügte er hinzu. Das Konzept des Planungsbüros Atelier Loidl hat laut Oberbürgermeister Marc Weigel die Vorgaben am besten umgesetzt und ein vielseitiges Angebot an Sport- und Freizeitaktivitäten sowie Naturerlebnissen geschaffen.

Ausgelobt wurde der Wettbewerb von der Stadt Neustadt an der Weinstraße. Mit der Vorbereitung, Koordination und Durchführung des Verfahrens wurde das Büro a:dk beauftragt.


Ausstellung der Arbeiten des „Realisierungswettbewerbs Landesgartenschau 2027“
Die Arbeiten werden vom 12. bis 20. Dezember im Klemmhof (Eingang gegenüber des Elwedritsche-Brunnens) ausgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


Öffnungszeiten der Ausstellung:
Montag bis Freitag von 12:00 bis 19:00 Uhr
Samstag von 10:00 bis 14:00 Uhr


Führungen werden am Freitag, 16. Dezember und Montag, 19. Dezember jeweils um 17:00 Uhr angeboten. Hierfür ist eine Anmeldung per Mail (info-lgs@neustadt.eu) erforderlich. Staatsekretär Andy Becht wird die Wettbewerbsergebnisse im Rahmen seines Besuchs am 15. Dezember 2022 um 18:00 Uhr im Klemmhof, Marstall 1, vorstellen.


Kurzviten der Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter

Prof. Dr. Udo Weilacher:
Lehrt und forscht am Department für Architektur der Technischen Universität München im Fach Landschaftsarchitektur und Transformation. Er studierte in München und Los Angeles, promovierte 2002 an der ETH Zürich und war bis 2009 Professor für Landschaftsarchitektur und Entwerfen an der Leibniz Universität Hannover.


Oliver Toellner:
Leiter des Grünflächenamtes Heilbronn. Hat als künstlerischer Leiter und Prokurist die Bundesgartenschau Heilbronn planerisch verantwortet. Als Stadt- und Landschaftsplaner widmet er sich heute dem urbanen Raum im Klimawandel in einem interdisziplinär arbeitenden Team im Baudezernat, der Pflege und Entwicklung von 400 ha Stadtgrün, sowie der Friedhofskultur. Als Lehrbeauftragter unterrichtet er am Fachbereich Architektur und Gestaltung der HfT Stuttgart im Master Stadtplanung.


Prof. Uli Seher:
Gründer von BRS architectes ingénieurs mit Sitz in Paris. Er lehrt als Professor an der „Ecole d’Architecture de Toulouse“ zwischenmaßstäbliches Entwerfen, ist Gastprofessor an der Laureat University in Recife und an der Euro Mediterranean University in Fès. Informale Räume, unerwartete Nutzungen und kontextuelle Konzeptio-nen sind zentrale Themen in seinem architektonischen und stadtplanerischen Werk und bilden den Philosophischen Unterbau für seine Entwürfe und Projekte.


Prof. Dr. Annette Rudolph-Cleff:
Leitet seit 2006 am Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung den Fachbereich Architektur der TU Darmstadt.
Sie beschäftigt sich in Forschungsprojekten mit nachhaltiger Stadtentwicklung und kritischen Infrastrukturen.
Seit 2013 Leitung des internationalen Masterstudiengangs “Mundus Urbano”.

Prof. Ulrike Kirchner:
Prokuristin und Leiterin für die Abteilung Planung und Ausstellungskonzeption bei der BUGA Koblenz 2011 GmbH.
Bis 2021 Professorin am Studiengang Umwelt-, Wasser- und Infrastrukturmanagement an der Hochschule Koblenz
für das Lehrgebiet Raum- und Umweltmanagement.
Nach knapp einem Jahr Ruhestand ist sie wieder an der Hochschule Koblenz als Geschäftsführerin des Kompetenznetzwerkes Wissenschaft für den Wiederaufbau der Flutregion in Rheinland-Pfalz tätig.


Prof. Ulrike Böhm:
Gründerin des Büros böhm benfer zahiri landschaften städtebau architektur (bbzl) in Berlin.
Seit 2015 als Professorin für Freiraumgestaltung am Städtebauinstitut an der Universität Stuttgart tätig mit der Lehr- und Forschungstätigkeit zum Thema öffentlicher Raum mit Schwerpunkt städtebaulich-landschaftsarchitektonischem Entwurf.


Prof. Anna Lundqvist
Anna Lundqvist studierte Kunstwissenschaft und Landschaftsarchitektur in Schweden und Dänemark. Seit 2010 leitet sie das Unternehmen Man Made Land in Berlin und hat seit 2017 eine Professur für Landschaftsarchitektur an der BTU Cottbus inne.

Ihr*e Ansprechpartner*in:

Verena Pahl



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