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Rückgewinnung von Freiräumen – „Die Grüne Konversion“

Quelle: bfw Tailormade GmbH

14. März 2022 · Allgemein

Eine LGS ist ein sehr vielschichtiges Vorhaben. Die Durchführung von Ausstellungen und Veranstaltungen einen Sommer lang ist für uns Fachleute dabei nur ein Teil der Aufgabe.

Das Herausfordernde ist, ein Konzept mit Visionen zu erstellen, das den dringenden Handlungsbedarf in verschiedenen Bereichen im städtischen Raum zeigt und mit den erarbeiteten Lösungen langfristig neue Freiräume, Bauflächen, Renaturierungen u.a. schafft. Ein Großprojekt, dass eine Kommune alleine und in einem überschaubaren Zeitrahmen so nicht stemmen kann.

Deshalb ist, in anderen Bundesländern schon länger, in Rheinland-Pfalz seit dem Jahr 2000, die Durchführung von Gartenschauen ein geeignetes Planungs-, Steuerungs- und Umsetzungsinstrument.

Bisher sind mit Hilfe dieses Instruments meist brachliegende Flächen von „Militärischer Konversion“, wie z.B. in Trier 2004 und Landau 2015 auf ehemaligen Kasernengelände durchgeführt worden. Das Ziel war hier die Entwicklung von modernen Siedlungsflächen, Nachverdichtung zur Optimierung. Neue Grünflächen und neue ökologisch wertvolle Bereiche wurden in diesen Gebieten mitgeschaffen, waren aber nicht der Hauptzweck.

In Bingen 2008 war es eine „Konversion auf Industriebrachen“.

Eine andere Zielrichtung hat z.B. die Stadt Stuttgart eingeschlagen, die über jahrzehntelange strategische Ausrichtung mit mehreren Gartenschauen das „Grüne U“ geschaffen und so ihre stadtplanerische Vision für eine barrierefreie, unbebaute, grüne Infrastruktursachse mit begleitenden Freiräumen und Parks zwischen Innenstadt und Stadtteilen realisiert hat.

Die Stadt Neustadt an der Weinstraße hat, mit ihrer Flächenverfügbarkeit im Osten des Stadtgebiets, einen vergleichbaren Ansatz als „Grüne Konversion für ihre Landesgartenschau. Hier, an den Barrieren der Verkehrsachsen und dem Deponieberg endet der neu geschaffene Grünzug, der von der Altstadt entlang des Speyerbachs in die freie Landschaft führen soll. In den benachbarten dicht besiedelten Stadtteilen Neustadt-Böbig und Neustadt-Branchweiler sind wohnungsnahe Erholungsbereiche immens wichtig, aber immer noch rar.

Die langfriste Sicherung vor weiterer Überbauung und Rückgewinnung wichtiger Flächen für Freiräume im Übergang von der Siedlungsfläche zur freien Landschaft, zur Naherholung, für Ökologie und Umwelt im Auenbereich von Gewässern stellt eine Herausforderung aber auch eine der wichtigsten Aufgaben dar – kurz gefasst mit der Leitidee – der Sprung ins Grüne.

Der Deponieberg und der Auenpark sind zwei Beispiele für einzelne Maßnahmen, die in der Summe einen enormen Mehrwert für die Stadt Neustadt bedeuten und einen Innovationsschub in angrenzenden sanierungsbedürftigen Siedlungs- und Gewerbebereichen auslösen können.

Nach den Förderrichtlinien des Landes Rheinland-Pfalz wird auf eine langfristige, nachhaltige Nutzung der Flächen nach Beendigung des Schaujahres Wert gelegt. Die Daueranlagen des Kernbereichs des Neustadter Konzeptes umfassen 4 ganz unterschiedliche Bereiche:

Auenpark / Bergpark mit dem Deponiekörper / Spiel- und Sportpark Ost / Garten- und Feldflur

Für die einzelnen Ausstellungsbeiträge und Erhalt zur Nachnutzung für Bürger und Besucher aller Altersklassen blättern Sie bitte in der über 70-seitigen Bewerbungsmappe.

Flankierende Maßnahmen in Stadt und Umgebung wurden in der Bewerbungsmappe nur mit einem kleinen Teil des großen Potentials aufgeführt, um den Rahmen nicht zu sprengen. Mit einer neuen Bekanntheit von Neustadt an der Weinstraße und den Verknüpfungen über die Stadtgrenzen hinaus in die Pfalz und Metropolregion Rhein-Neckar mit den Dimensionen einer Landesgartenschau kann eine eigene Wertschöpfungskette ausgelöst werden.

Mit der regen Beteiligungs- und Öffentlichkeitsarbeit während dem Ausarbeitungsprozess haben wir gesehen, dass die Menschen dazustehen, die einstimmige Entscheidung der politischen Mandatsträger und die Einstufung als Chefsache bei der Stadtspitze sprechen für sich.

So heißt es jetzt warten auf die Entscheidung im Wettbewerb mit den anderen 5 Kommunen, die ihren Hut in den Ring geworfen haben.

Drücken Sie die Daumen und unterstützen Sie bitte weiterhin die Bewerbung Neustadt an der Weinstraße!

 

Ihr*e Ansprechpartner*in:

Ute Wünsch



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