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Mit Cradle to Cradle zu einer innovativen, gesunden und kreislauffähigen Landesgartenschau

Quelle: C2C NGO

23. November 2021 · Themen

Kann es eine Welt geben, in der wir die vielfältigen Herausforderungen – sei es die Klimakriese, der Verlust der biologischen Vielfalt, die Verteilungskonflikte von Rohstoffen und Lebensmitteln sowie viele weitere mehr – meistern?

In der wir uns nicht wie Schädlinge verhalten und damit beschäftig sind, lediglich weniger schlecht zu sein – indem wir weniger Verpackungsmüll produzieren, weniger Materialeinsatz für unsere Produkte aufwenden, insgesamt weniger konsumieren? Was erreichen wir mit diesem „Weniger“, diesem „Verzicht“? Wir erkaufen uns etwas mehr Zeit, bis ökologische Systeme zusammenbrechen und uns verschiedene Rohstoffe ausgehen. Wir verhindern diese Entwicklung aber nicht! Plakativ gesprochen fahren wir mit 50 km/h auf einen Abgrund zu, statt mit 100 km/h.

Doch wie kann eine positive Zukunft um uns herum aussehen? Eine Zukunft, in der wir mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie, in der wir die Vermüllung der Meere und der Landflächen beenden und nicht weiter beschleunigen, in der wir uns nicht mit Produkten umgeben, die uns durch ihre Inhaltsstoffe krankmachen?

Genau diese Vision einer positiven Zukunft werden wir mit unserer Landesgartenschau sichtbar machen. Sie wird ein Reallabor für die wirtschaftsweise von Morgen: Klimapositiv, innovativ, inklusiv!

Cradle to Cradle und das positive Menschenbild

Im Zentrum steht für uns das Cradle to Cradle (C2C)-Konzept. Es steht für umfassende Qualität, Gesundheit und echte Nachhaltigkeit.

C2C zeichnet ein positives Menschenbild und hebt sich dadurch von der bisherigen Nachhaltigkeitsdebatte ab. Es versteht den Menschen als Nützling, der mit Hilfe seiner Kreativität die Art des Wirtschaftens überdenken und damit einen positiven Fußabdruck generieren kann.

So entstehen Fabriken, dessen Abwässer sauberer sind, als das Wasser, dass hineinfließt; Häuser, die mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen; landwirtschaftliche Betriebe, die Böden nicht verwüsten, sondern karge Wüstenböden fruchtbar machen.

C2C-Kreisläufe

Produkte sind aktuell oft nicht für eine kontinuierliche Wiederverwendung konzipiert und sind ferner nicht gesund für Mensch und Umwelt. Sie enthalten Schwermetalle, flüchtige organische Verbindungen oder andere Inhaltsstoffe, die zu irreversiblen Schäden im menschlichen Organismus und der Umwelt führen.

Dem gegenüber bauen Produkte und Gebäude basierend auf dem C2C-Konzept auf der Intelligenz natürlicher Systeme auf. Durch ein konsequentes Produktdesign, das sich an Nutzungsszenarien, Materialgesundheit und Wiederverwendbarkeit orientiert, werden Materialien geschaffen, die fortwährend in einem von zwei Kreisläufen zirkulieren können. Im Gegensatz zu klassischem Recycling büßen sie bei der Wiederverwertung nicht an Qualität ein und gehen somit nicht verloren: Ressourcen bleiben Ressourcen. Abfall und damit einhergehende Ressourcenverschwendung sowie der Eintrag von Schadstoffen in die Umwelt gehören der Vergangenheit an.

Dem biologischen Kreislauf sind Produkte zugeordnet, die sich abnutzen oder verbrauchen. Jeglicher Abrieb oder Verlust muss schadstofffrei und zu 100 % biologisch abbaubar sein, damit er dem biologischen Kreislauf als Nährstoff dienen kann. Hierunter zählen beispielsweise Textilien, Druckfarben und Reinigungsmittel.

Der technische Kreislauf beinhaltet Produkte, die sich weder Abnutzen noch verbrauchen. Die eingesetzten Rohstoffe stehen nur begrenzt auf der Erde zur Verfügung, weshalb eine gleichbleibend hohe Qualität erhalten bleiben muss. Um eine sortenreine und qualitativ hochwertige Wiederverwendung gewährleisten zu können, sind Produkte so gestaltet, dass die eingesetzten Materialien mit geringem Aufwand wieder voneinander getrennt werden können. Hierzu gehören unter anderem Fenster, Büromöbel und ganze Gebäude und Ausstellungshallen.

Materialien nach C2C sind positiv definiert. Im Gegensatz zu der „frei von“-Denkweise wird definiert, welche Materialien ohne Bedenken in den jeweiligen Kreisläufen genutzt werden können. So wird verhindert, dass Schadstoff A durch Schadstoff B ersetzt wird.

Integration des Deponiebergs

C2C ermöglicht es uns, aus alten Denk- und Handlungsmustern auszubrechen und eine Landesgartenschau zu entwerfen, die die gepflanzte mit der gebauten Umwelt in Harmonie vereint und dabei auf eine neue Art des Wirtschaftens abstellt. Sie dient somit als Reallabor für eine zukunftsweisende Beschaffung mit dem Fokus auf Klima und Nachhaltigkeit.

Durch die Integration des Deponiebergs wird das Spannungsfeld zwischen alter und neuer Wirtschaftsweise für unsere Besucherinnen und Besucher sichtbar und erlebbar. Auf der einen Seite der Deponieberg als Ergebnis eines linearen, unnachhaltigen Wirtschaftsmodells, das am Ende Abfall und Giftstoffe produziert und dabei Ressourcen unwiederbringlich verbraucht.

Dem gegenüber der Blick vom Deponieberg aus über ein Landesgartenschaugelände, auf dem der Kreislaufwirtschaftsgedanke von C2C eine Welt erahnen lässt, in der keine Abfälle und Altlasten mehr entstehen.

Packen wir es an!

Silke Hauenstein

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Silke Hauenstein

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